Naturnahe Ernährung Griechischer Landschildkröten mit Wildkräutern

Wildkräuter im Gehege säen

Ein wichtiger Teil der naturnahen Haltung Griechischer Landschildkröten ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Wir haben dir schon die wichtigsten Ernährungstipps und artgerechtes Futter auf unserer Homepage vorgestellt. Griechische Landschildkröten sollten fast ausschließlich von Wildkräutern ernährt werden. Und was liegt da näher, als eine eigene Wildkräuter-Wiese oder mehrere Stellen mit Wildkräutern im Gehege anzulegen. Sind die Wildkräuter einmal gewachsen, haben unsere Schildkröten eine gute Futterauswahl zur Verfügung.

Geeignete Wildkräuter zur Ernährung Griechischer Landschildkröten

Wir wollen dir hier nur exemplarisch ein paar Wildkräuter (Malve, Esparsette, Wiesenknopf und Spitzwegerich) zeigen, die das ideale Futter für Griechische Landschildkröten sind:

Ob die eigenen Wildkräuter im Gehege als Futter ausreichen, hängt ein bisschen von der Größe des Geheges ab. In kleineren Gehegen ist es schwieriger, eine ausreichende Menge Wildkräuter groß zu ziehen und es muss zusätzlich noch bei gefüttert werden. Ideal wäre es, wenn man unterschiedliche Gehegebereiche abtrennen könnte und hier den Wildkräutern die nötige Zeit zum Wachsen gibt. Diese verschiedenen Bereiche könnte man dann im Laufe eines Jahres den Schildkröten zugänglich machen. Ansonsten ist es sehr wahrscheinlich, dass die Schildkröten schon einen großen Teil der jungen Triebe direkt fressen.

Unser Gehege ist nicht groß genug für eine ausschließliche Ernährung mit frei wachsenden Wildkräutern. Wir säen die Wildkräuter verteilt im Gehege und stellen so unseren Schildkröten abwechslungsreiches Futter zur Verfügung. Durch das unstrukturierte Wachsen der Wildkräuter im ganzen Gehege, schaffen wir es, dass nicht direkt am Anfang alle Jungpflanzen gefressen werden und zudem unterstützen wir damit die natürliche Futtersuche unserer Griechen.

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Aussaat der Wildkräuter

Wildkräuter können von Frühjahr bis Herbst ausgesät werden. Wir nutzen das doch eher feuchte Wetter im Frühjahr und Herbst zur Aussaat, da man dann meistens nicht noch selber bewässern muss. In heißen Sommermonaten vergisst man vielleicht mal zu bewässern und schnell sind die Jungpflanzen dann abgestorben. Um die Bewässerung möglichst einfach und ohne viel Aufwand machen zu können, lohnt sich für den Garten die Investition in einen automatischen Wasserschlauchaufroller. Diese praktischen Schlauchboxen können an der Wand montiert werden und der Gartenschlauch bequem herausgezogen werden. Eine integrierte Aufrollautomatik rollt den Gartenschlauch nach Gebrauch mühelos und komfortabel auf.

Wildpflanzen gedeihen i.R. am besten auf mageren, nährstoffarmen Böden. Da wir unsere Schildkrötengehege im Frühjahr und Herbst kalken, bieten sie meistens eine gute Grundlage. Die meisten Wildkräuter-Samen sind Lichtkeimer. Das bedeutet, sie brauchen Licht zum Keimen. Anders wie bei vielen Kulturpflanzen üblich, wird die Aussaat nicht unter die Erde gebracht.

Wir verstreuen die Samenmischungen auf der angerauten Erde und drücken sie leicht an. Bei der Aussaat darauf achten, dass die Samen nicht zu dicht ausgebracht werden, da die Pflanzen sich sonst gegenseitig behindern und nicht gut wachsen. Damit die Samen nicht direkt von unseren Schildkröten oder Vögeln gefressen werden, geben wir eine dünne Schicht lockere Erde oben drauf. Nach der Aussaat sollte man darauf achten, dass der Boden nicht vollständig austrocknet. Aber auch nicht zu heftig wässern, damit die Samen nicht weggeschwemmt werden.

Die Keimdauer ist bei Wildpflanzen sehr unterschiedlich und es können ein paar Wochen vergehen, bis man erste Keimlinge sieht. Also nicht direkt nach 2 Wochen aufgeben, wenn noch nichts zu sehen ist. Um den Wildkräutern mehr Gelegenheit zum Wachsen zu geben, kannst du sie auch in Töpfen vorziehen. Die schönsten Wildkräuterwiesen bekommst du aber meistens nur, wenn du deine Schildkröten eine zeitlang davon fernhalten kannst.